Vorab sei angemerkt, dass dieser Text nicht auf die ganze evangelische Kirche zu beziehen ist. Es gibt viele evangelische Gemeinden, die an Jesus und die Bibel glauben und ihre Lehren vertreten. Diese sind mit diesem Text nicht angesprochen.

Die folgenden Punkte sollen helfen, falsche evangelische Gemeinden (die der Bibel widersprechen, bzw. die Lehre der Bibel verdrehen) zu identifizieren und ihre Lehren als falsch zu erkennen.

Die Babytaufe

Die Babytaufe dürfte den meisten bekannt sein. Ein Baby wird getauft aufgrund der „Zusage der Liebe und des Segens Gottes. Mit dem Akt der Taufe wird der Täufling in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen aufgenommen.“ (Zitat von evangelisch.de)

Die zwei hier zitierten Punkte widersprechen beide der Lehre der Bibel. Es bedarf keiner Babytaufe, um den Segen und vor allem die Liebe Gottes zu erhalten. Gott liebt alle Menschen, unabhängig von einer Babytaufe.

„Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen wagt er vielleicht sein Leben. Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ Römer 5:6-8 LUT

Auch der zweite zitierte Punkt („Mit dem Akt der Taufe wird der Täufling in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen aufgenommen“) widerspricht vollkommen der Bibel. Erst dann wird man zum Christen, wenn man Christus als Herrn und Gott akzeptiert, vor ihm die eigene Schuld anerkennt und seine Vergebung annimmt. Und auch erst dann kann man in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen werden.

„Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben.“ Johannes 1:12 LUT

„Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.“ Johannes 3:36 LUT

“ und sprach: Die Zeit  ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße  und glaubt an das Evangelium!“ Markus 1:15 SCH2000

Dass man sich als Baby nicht aus eigenem Willen für Gott entscheiden kann, sollte jedem klar sein. Die Taufe soll außerdem erst vollzogen werden, nachdem jemand Christ geworden ist und nicht um jemand zum Christen zu machen.

„Als sie aber auf dem Weg weiterzogen, kamen sie zu einem Wasser, und der Kämmerer sprach: Siehe, hier ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden? Da sprach Philippus: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt! Er antwortete und sprach: Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist!“ Apostelgeschichte 8:36-37 SCH2000

Ebenso steht in der Bibel wie getauft werden soll:

„Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen. “ Apostelgeschichte 2:41 LUT

„Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“ Apostelgeschichte 2:38 LUT

„Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. “ Matthäus 28:19-20 LUT

In der Bibel geht die Taufe immer mit der Aufnahme Jesu Christi einher, welche als Baby nicht möglich ist. Die Taufe ist immer ein Symbol nach außen, dass man nun Jesus im Leben hat, und so sollte sie auch praktiziert werden.

Im Falle der Babytaufe entscheiden die Eltern, dass das Baby getauft werden soll, und ein anderer führt die Taufe durch. Dadurch gibt man die Vollmacht, Gottes Segen und Liebe zu verteilen, diesem anderen. Mehr noch, man spricht ihm auch noch zu, Menschen, in diesem Falle Babys, von ihren Sünden zu befreien.

Nur Gott kann von Sünden befreien.

„Als aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!  Es saßen aber dort etliche von den Schriftgelehrten, die dachten in ihren Herzen: Was redet dieser solche Lästerung? Wer kann Sünden vergeben als nur Gott allein?“ Markus 2:5-7 SCH2000

Die Konfirmation

Ebenso bekannt wie die Babytaufe ist die Konfirmation. Jugendliche besuchen den (angeblichen) Bibelunterricht der Kirche und müssen oftmals in den Sonntagsgottesdienst gehen. Nach Abschluss einer bestimmten Anzahl von Bibel-Unterrichtsstunden gibt es einen Abschlussgottesdienst. Das Prinzip der Konfirmation widerspricht nur teilweise der Bibel, wird aber oftmals umso schlechter umgesetzt.

Die Idee, dass Jugendliche einen Bibelunterricht besuchen, ist an sich keine schlechte Idee, jedoch müsste dieser Bibelunterricht aus freien Stücken absolviert werden, das gleiche gilt für die Pflicht-Gottesdienste. Ich kenne niemanden, der sich wegen der Bibel und dem Wunsch, Gott zu verstehen und kennen zu lernen, hat konfirmieren lassen. Der einzige Grund, sich konfirmieren zu lassen, ist für viele das damit verbundene Geld. Gäbe es für die Konfirmation kein Geld, würde es sicherlich kaum noch Konfirmanden geben. Bibelunterricht kann nur dann etwas bewirken, wenn der Grund für den Unterricht der Inhalt der Bibel ist und nichts anderes.

Ebenso kommt es natürlich auf die Art des Unterrichts an. Oftmals ist der (angebliche) Bibel-, bzw. Konfirmandenunterricht so langweilig, dass man niemandem zumuten würde, diesen ohne Belohnungen zu besuchen. Würde man den Bibel-, bzw. Konfirmandenunterricht spannend bzw. bibelnah gestalten, immerhin sollte es ja bei Bibelunterricht um die Bibel gehen, wäre dieser Unterricht auch ohne finanzielle Belohnung attraktiv und wertvoll.

Leider beschäftigt sich der Konfirmandenunterricht oft auch nicht wirklich mit der Bibel und ihrem Wert für uns Menschen. Es werden irgendwelche Türme gebaut oder Bilder gemalt, und generell werden Dinge getan, die erstens nichts mit der Bibel zu tun haben und zweitens häufig so langweilig sind, dass man diese eher mit Grundschülern und nicht mit ca. 12- bis 14-Jährigen tun sollte.

Zum Beispiel lernen die Konfirmanden manchmal zuerst die zehn Gebote auswendig, was an sich ja positiv ist, sollen danach jedoch ein Bild von Gott malen. (Dies ist einem Freund so passiert.) Das heißt, dass die Konfirmanden erst die Gebote und damit auch das zweite Gebot, welches besagt, man solle sich kein Bild von Gott machen, lernen, und direkt danach genau gegen dieses Gebot verstoßen, indem sie ein Bild von Gott zeichnen sollen.

„Und Gott redete alle diese Worte und sprach: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. Du sollst keine andern Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was im Wasser unter der Erde ist.“ 2. Mose 20:1-4 ELB

Ebenso wird oftmals im Konfirmandenunterricht erzählt, bzw. vermittelt, dass die Bibel nur ein nettes Geschichtenbuch ist. Genau dieser Punkt macht den Unterricht so langweilig und irrelevant: Warum soll man in einen Bibelunterricht gehen, wenn die Bibel nicht wahr bzw. ein Märchen ist. Dann ist der Konfirmandenunterricht doch totale Zeitverschwendung, da ja Jesus und die Bibel nicht ernst zu nehmen sind.

Dann gibt es da auch noch den Abschlussgottesdienst. In diesem wird leider sehr oft der Bibel widersprochen. Obwohl kaum ein Konfirmand wirklich Jesus als Herrn und Gott akzeptiert hat, wird so getan als seien alle Konfirmanden jetzt errettete Christen und von ihren Sünden befreit. Generell geht es gar nicht um die Bibel und Jesus, sondern, wie gesagt, um Geld. Nicht nur, dass sich die Konfirmanden lediglich wegen Geld konfirmieren lassen, auch die Kirche erhofft sich aus der Konfirmationszeremonie höhere Spendengelder. Die Bibel und Jesus werden also quasi als Vorwand benutzt, um mehr Geld zu verdienen.

So etwas Ähnliches ist in der Bibel auch vorgekommen als Händler den Tempel in Jerusalem zu Verkaufszwecken nutzten. Jesus vertreibt diese und möchte dementsprechend auch nicht, dass er heutzutage für Kapitalisierung benutzt wird, da diese Art von Kapitalisierung, also auch der Abschlussgottesdienst, Heuchelei ist.

“ Und Jesus ging in den Tempel Gottes hinein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer. Und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: »Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden!« Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!“ Matthäus 21:12-13 SCH2000

In vielen Fällen ist der Abschlussgottesdienst, wie gesagt, alles andere als bibelnah: Bei einem Abschlussgottesdienst einer Freundin, welchen ich besuchte, holte die Pastorin eine Schatztruhe hervor und sagte: „Hier drin befindet sich das Wertvollste der Welt!“ Ich erwartete eine Bibel, da ich mich ja schließlich in einem Gottesdienst befand und für Christen Jesus, bzw. die Liebe/Beziehung zu ihm das Wichtigste und Schönste im Leben ist. In der Schatztruhe befand sich jedoch etwas ganz anderes: Ein Spiegel. Dies widerspricht auf ganzer Linie der Bibel, da das Wichtigste auf der Welt nicht man selbst und das eigene Ego ist. Die Bibel spricht von der Nächstenliebe und Aufopferung untereinander, welche das Grundgerüst einer guten, liebevollen Gemeinschaft sind.

„Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst.“ Philipper 2:3 LUT

„Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.“ Jakobus 4:10 LUT

„Er ist es, der über dem Kreis der Erde thront und vor dem ihre Bewohner wie Heuschrecken sind; der den Himmel ausbreitet wie einen Schleier und ihn ausspannt wie ein Zelt zum Wohnen; der die Fürsten zunichtemacht, die Richter der Erde in Nichtigkeit verwan­delt“ Jesaja 40:22-23 SCH2000

„Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch zu den niedrigen. Haltet euch nicht selbst für klug.“ Römer 12:16 LUT

Bestimmt handhaben nicht alle Kirchen, die die Konfirmation praktizieren, die Konfirmation so wie beschrieben und setzen diese besser um. Hier kann ich nur aus eigenen Erfahrungen (und den Erfahrungen meiner Freunde und Bekannten) sprechen.

Abschließend wollen wir noch einmal betonen, dass mit diesem Text nicht die evangelische Kirche an sich oder alle evangelischen Gemeinden gemeint sind. Es sind lediglich die Kirchen Gemeinden angesprochen, die die oben erwähnten Lehren so wie beschrieben vertreten und praktizieren. Außerdem ist es wichtig, falsche Lehren als solche zu identifizieren. Vor allem, um zu verhindern, dass Menschen, die nicht an Jesus glauben, ein falsches Bild von Jesus und dem Glauben an ihn, bekommen.

„Prüft alles, das Gute behaltet! Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt!“ 1. Thessalonicher 5:21-22 SCH2000

Quellen:

– Die Bibel
– Zitat Babytaufe: https://www.evangelisch.de/inhalte/113490/15-02-2015/die-haeufigsten-fragen-zur-taufe