Häufig hört man Sätze wie: ,,Die Christen haben Millionen von Menschen umgebracht“, oder: ,,Die Christen haben Menschen verfolgt, weil sie andersgläubig waren.“ Auf die katholische Kirche trifft das durchaus zu, aber auf die Christen? Ist beides wirklich das Gleiche, und kann man Kirche und Christen wirklich auf diese Weise gleichsetzen? Die Antwort ist eindeutig nein. Hier sind einige Beispiele, an denen man eindeutig sieht, dass die katholische Kirche auf keinen Fall biblisch ist.

Zuerst einmal: Was ist überhaupt ein Christ? Viele glauben, wenn man als Baby getauft wurde, sonntags in die Kirche geht und/oder eine Bibel im Regal stehen hat, macht einen das zum Christen. Zwar besitzen die meisten Christen eine Bibel und besuchen auch Gottesdienste, doch das ist es nicht, was sie zu Christen macht.

Christen sind Menschen, die verstanden haben, dass sie von sich selbst aus nicht gerecht werden können und niemals alle Gebote der Bibel halten können. Menschen, die daran glauben, dass Gott sie so sehr liebt, dass er seinen Sohn Jesus Christus für sie hingegeben hat. Dass Jesus am Kreuz ihre Schuld getragen hat und für sie gestorben und auferstanden ist. Menschen, die sich entschieden haben, dieses Geschenk der Gnade und Liebe anzunehmen und so durch ihren Glauben vor Gott gerecht zu werden. Menschen, die daraufhin in einer Beziehung zu Gott leben und ihr Leben fortan nach Jesu Vorbild und Wort führen.

Um zu erkennen, ob die katholische Kirche wirklich biblisch ist, muss man also nur prüfen, ob das, was sie tut, mit dem was Jesus getan und gepredigt hat, übereinstimmt. Jesus sagte selbst, dass wir die Menschen an ihren Früchten erkennen sollen, da ein guter Baum nur gute, und ein schlechter Baum nur schlecht Früchte bringen kann und nicht umgekehrt (Matthäus 7:16 LUT). Damit meint er, dass man an den Taten und Charakter der Menschen erkennen kann, ob sie echte Nachfolger Christi oder nur Namenschristen sind.

Fangen wir mit dem offensichtlichen an: Die katholische Kirche hat viele Millionen Menschen verfolgt, häufig, weil sie einen anderen Glauben hatten. Dass vielfacher Mord und Verfolgung nichts mit dem echten Christentum zu tun haben kann, ist wohl klar.

,,Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen.“ Matthäus 5:44 LUT

Das Verfolgen von Nichtchristen entspricht eindeutig nicht Gottes Wort. Gott will nicht, dass die, die ihm nicht nachfolgen, verfolgt und getötet werden, sondern will ihnen helfen und sie auf den richtigen Weg bringen.

Ebenso hat die katholische Kirche dem Volk vor der Reformation den Inhalt der Bibel vorenthalten, sodass sie einfach eigene Regeln erfinden und dann behaupten konnte, diese seien in Gottes Wort zu finden, ohne dass jemand dies hätte nachprüfen können. Sie erzählten den Menschen, sie müssten zu Reliquien pilgern und von der Kirche Ablassbriefe kaufen, da sie sonst im Fegefeuer für ihre Sünden bestraft würden. So verwehrten sie den Menschen nicht nur den Zugang zu Gottes Wort und brachten sie so vom wahren Glauben ab, indem sie dafür sorgten, dass sie an Dinge wie Ablassbriefe und Reliquien glaubten, sondern nutzten dies auch noch, um sich selbst zu bereichern. Jesus sagt hierzu:

,,Es ist unmöglich, dass keine Verführungen kommen; aber weh dem, durch den sie kommen!“ Lukas 17:1 LUT

Christen wollen anderen das Wort Gottes nicht verwehren, sondern es ihnen näherbringen und ihnen helfen, es zu verstehen.

Noch heute finden sich in der katholischen Kirche Praktiken, die im Widerspruch zur Bibel stehen. So wird zum Beispiel der Papst als Heiliger Vater bezeichnet, während Jesus deutlich sagt:

,,Und sollt niemand Vater heißen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.“ Matthäus 23:9 LUT

Die katholische Kirche spricht auch bestimmten Menschen aufgrund ihrer Taten den Status eines Heiligen zu und lehrt, dass diese anzubeten sind. Beispielsweise wurde Simeon von Trier nach seinem Tod heiliggesprochen, nachdem er sich in den Turm der Porta Nigra eingemauert hatte. Auch Maria, Jesu Mutter, wird von Katholiken als heilig betrachtet, und auch sie wird angebetet. Die Bibel sagt dazu:

„Und ich fiel vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tue es nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.“ Offenbarung 19:10 SCH2000

„Denn es ist  ein  Gott und  ein  Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus,“ 1. Timotheus 2:5 SCH2000

Die Bibel lehrt, dass alle gläubigen Christen Heilige sind und nicht nur einige wenige.

„Auch euch, die ihr einst entfremdet und feindlich gesinnt wart in den bösen Werken, hat er jetzt versöhnt  in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unverklagbar darzustellen vor seinem Angesicht,“ Kolosser 1:21-22 SCH2000

Ebenso sagt die katholische Kirche, dass Jesus beim Abendmahl immer wieder geopfert wird und Menschen immer wieder durch das Abendmahl Vergebung erlangen müssen, während Jesus beim Abendmahl sagte:

,,Das tut zu meinem Gedächtnis.“ Lukas 22:19 LUT

Das Abendmahl ist lediglich ein Symbol zum Gedenken an Jesus, keine erneute Opferung.

„Aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt durch die Opferung des Leibes Jesu Christi, [und zwar] ein für alle Mal.  Und jeder Priester steht da und verrichtet täglich den Gottesdienst und bringt oftmals dieselben Opfer dar, die doch niemals Sünden hinwegnehmen können; Er aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, das für immer gilt, zur Rechten Gottes gesetzt, und er wartet hinfort, bis seine Feinde als Schemel für seine Füße hingelegt werden.Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, welche geheiligt werden.“ Hebräer 10:10-14 SCH2000

Katholischen Priestern ist es verboten zu heiraten, doch in der Bibel steht:

,,Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau…“ 1. Timotheus 3:2 LUT

,,Die Diakone sollen jeder der Mann einer einzigen Frau sein und ihren Kindern und ihrem eigenen Haus gut vorstehen.“ 1. Timotheus 3:12 LUT

„Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind. Sie verbieten zu heiraten und Speisen zu genießen, die doch Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung gebraucht werden von denen, die gläubig sind und die Wahrheit erkennen.  Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es mit Danksagung empfangen wird;“ 1. Timotheus 4:1-4 SCH2000

Wie aus den vorangegangen Beispielen deutlich wurde, basieren die Lehren der katholischen Kirche oftmals nicht auf dem Inhalt der Bibel, sondern widersprechen diesem sogar. Es gibt noch viele weitere solcher Beispiele von unbiblischen Lehren und Praktiken, doch sie alle zu nennen, würde den Rahmen dieses Textes deutlich sprengen.

Quellen:

– Die Bibel