Wenn man auf der Straße jemanden fragen würde, ob das Christentum eine Religion ist, würde dieser Jemand die Frage mit hoher Wahrscheinlichkeit bejahen. Doch ist der Glaube an Jesus Christus und an die Bibel wirklich eine Religion? Darum soll es in diesem Text gehen.

Da es keine einheitliche Definition von Religion gibt, können wir die Frage, ob der Glaube an Jesus eine Religion ist, nicht über die Definition angehen. Um festzustellen, ob der Glaube an Jesus und die Bibel eine Religion ist, müssen wir diesen mit anderen Religionen vergleichen. Was also haben alle Weltreligionen, aber auch z.B. die katholische Kirche, gemeinsam? Und was macht den Glauben an Jesus anders?

Wenn man alle Weltreligionen betrachtet, fällt eines schnell auf: In jeder der Weltreligionen sind eigene Werke bzw. gute Taten nötig, um Erlösung und Vollkommenheit zu erlangen.

Fragt man beispielsweise einen Muslim, ob er ins Paradies kommen wird, wird dieser sich wahrscheinlich nicht sicher sein, da laut Koran sämtliche Werke dieses Menschen, bzw. wörtlich seine Taten, in eine Waage gelegt und gewogen werden. Dabei kommt nur derjenige ins Paradies, welcher genug gute Werke sammelt. (Zitat Koran: Die guten Taten werden in eine Waage gelegt: „Diejenigen, deren Waagschalen schwer sind, das sind die Erfolgreichen. Diejenigen, deren Waagschalen leicht sind, haben sich selbst verloren und werden in der Hölle enden, in der sie ewig bleiben werden.“ (Sure 23,102-103; s.a. 21,47), „Wahrlich, diejenigen aber, die glauben und gute Werke tun, sind die besten der Geschöpfe. Ihr Lohn bei ihrem Herrn sind die Gärten von Eden“ (Sure 98,7-8; s.a. 14,23; 5,9; 42,26)) 

Buddhisten und Hinduisten hingegen glauben an die Wiedergeburt. Umso mehr gute Taten man vollbringt, umso besser wird das Karma. Ist das Karma zu schlecht, wird man beispielsweise als Tier oder sogar Stein wiedergeboren. Ebenso kann man im Buddhismus nur dann das Nirvana erreichen, wenn man den „Edlen achtfachen Pfad“ absolviert.

Auch bei allen anderen uns bekannten Religionen ist die Erlösung durch eigene gute Taten ein Grundelement. Religion definiert sich also durch Taten und Regeln. Doch was sagt die Bibel zu diesem Punkt? Hier lässt sich sofort ein klarer Unterschied erkennen:

„Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.“ Römer 3:23-24 LUT

„Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, auf daß niemand sich rühme.“ Epheser 2:8-9 ELB

Laut der Bibel gibt es also keine Werkgerechtigkeit (Gerechtigkeit bzw. Erlösung durch Werke / gute Taten). Dementsprechend ist der Glaube an Jesus, nach der in diesem Text herausgearbeiteten Definition von Religion durch Werkegerechtigkeit eigentlich keine Religion, da dieser sich von allen anderen Religionen in dem wichtigsten und grundlegendsten Punkt unterscheidet.

Betrachtet man allerdings diese Fragestellung mit dem Verständnis das Religion ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen ist, deren Grundlage bestimmte übernatürliche Kräfte, sowie oft auch heilige Objekte sind, dann ist der Glaube an Jesus schon eine Religion, welche sich allerdings trotzdem grundlegend von allen anderen unterscheidet.

Zum Thema Regeln sagt die Bibel ebenfalls etwas anderes aus als andere Religionen. Dies haben wir bereits in einem anderen Text genauer beschrieben.
Gemäß der Bibel geht es beim christlichen Glauben nicht um Regeln und gute Taten, sondern um eine persönliche Beziehung zu Gott in Jesus Christus. Jesus starb am Kreuz für die Vergebung unserer Sünden, um diese Beziehung zu ihm zu ermöglichen. Uns erretten also nicht unsere „guten Taten“ vor Gott, sondern allein Jesus und seine Gerechtigkeit.

„Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm. “ 2. Korinther 5:21 ELB

„Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“ Johannes 3:36 ELB

Wenn du dieses Geschenk annehmen möchtest, musst du ernsthaft einsehen, dass du vor Gott schuldig bist und nur durch seine Gnade in Christus gerettet werden kannst. Nimm seine Vergebung an und lass ihn deine Sünden tragen. Erkenne Jesus als Gott und Herrn in deinem eigenen Leben an. Jesus ist immer und überall da, und du kannst ihn jederzeit ansprechen.